Mehr als 600 Landwirte in Ost-Friesland und Emsland warten noch auf Dürrebeihilfen 


Meta Janssen-Kucz: Land muss Anträge schleunigst bearbeiten


Um die Folgen des Dürresommers 2018 für existenzgefährdete Betriebe abzumildern, haben Bund und Land für Niedersachsen einen Dürrehilfetopf in Höhe von 35,5 Millionen Euro aufgelegt. Eine Antwort auf eine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion ergab, dass das Land bei den Auszahlungen der Dürrebeihilfen erheblich hinterher hinkt, rund 600 Landwirte aus Ems- und Ostfriesland warten auf die Hilfe.  „Mehr als zwei Monate nach Ende der Antragsfrist sind landesweit noch nicht einmal zehn Prozent der Anträge bearbeitet – das widerspricht den vollmundigen Ankündigungen der Landesregierung nach einer schnellen und unbürokratischen Hilfe“, erklärt die grüne Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Borkum/Leer).

Meta Janssen-Kucz
Meta Janssen-Kucz, MdL

Zitat
„Wir Grünen fordern eine Beschleunigung der Bearbeitung durch die Landwirtschaftskammer und eine Abschlagszahlung an alle Antragstellenden. Antragsberechtigt waren ja nur die wirklich existenzgefährdeten Betriebe, diese haben eine Abschlagszahlung dringend nötig. Dass sie laut der Antwort der Landesregierung auf nicht absehbare Zeit vertröstet werden, führt das Wort ‚Soforthilfe‘ ad absurdum.“

Die 35 Millionen Euro Dürrebeihilfen reichen nur für 40 Prozent der Schadenssumme reichen werden. Es sei also unehrlich von der Landesregierung, in der Antwort ebenfalls von einem „Abschlag“ von 40 Prozent zu sprechen, denn auf dem restlichen Schaden werden die landwirtschaftlichen Betriebe allein sitzen bleiben. „Das Land muss an dieser Stelle mit offenen Karten spielen, damit die antragstellenden Betriebe sich frühzeitig auf die Situation einstellen können“, so die Grünen-Politikerin.

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