Jahresrückblick aus Zetel

Ein Rückblick von Wilhem Wilken

Ein kommunalpolitisch bewegtes Jahr 2018 hat die Gemeinde Zetel erlebt. Bündnis 90/Die Grünen haben sich aktiv beteiligt und konnten einige Akzente setzen.

Fraktionsvorsitzender Wilhelm Wilken, Tel: 04453 4415 wilhelm-wilken(at)t-online.de
Wilhelm Wilken (Zetel) lässt 2018 Revue passieren

Die Kultur des Erinnerns, Gedenken und Mahnens konnte um eine wichtige Facette bereichert werde. Gemeint ist die Gedenktafel für die aus Zetel 1943 deportierten Sinti, die Namen und Geschichte vor dem Vergessen bewahrt, ebenso wie die Anton-Franz-Straße in Bohlenberge. Ebenso haben wir uns  darum gekümmert, dass endlich bald auch verdiente Frauen Namensgeberinnen für Zeteler Straßen werden.
Von den ersten Planungen an haben wir uns dafür eingesetzt, dass das neues Baugebiet Zetel-Süd naturnah hinsichtlich Grün und Gewässer entwickelt und nicht der „Bauteppich“ bis auf den letzten Quadratmeter betoniert wird auf einer zweifelsohne ökölogischen interessanten Fläche.“In letzter Sekunde“ haben wir hier einen Spielplatz beantragt, dieser Antrag wurde von den anderen Fraktionen wohlwollend behandelt und wird umgesetzt.
Jahrelang haben wir die Bewohner der Danziger Straße in ihrem Protest gegen die Straßenbeitragsausbausatzung unterstützt. Während andere noch an der Satzung festhielten, haben wir klar benannt, dass diese Satzung ungerecht ist und jedem kommunalen Solidargedanken zuwiderläuft. Mit den „wiederkehrenden Beiträgen“, die wir früh beworben haben, werden die Lasten der Straßensanierung weitgehend solidarisch getragen. Das ist ein wesentlicher Fortschritt. Bürgerprotest lohnt sich!

Ebenso haben wir die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Bestreben um eine Fußgängerampel in der Bahnhofstraße unterstützt und uns in den Sitzungen des Rates und der Ausschüsse den Mund fusselig geredet. Bereits 2017 hatten wir einen Ratsbeschluss pro Ampel erreicht.
Doch dem Bürgermeister schmeckte die Entscheidung nicht. Nachdem mehr als ein Jahr mit kostenpflichtigen Planungen vergangen war, setzte er den Beschluss erneut auf die Tagesordnung und fand leider eine – wenn auch knappe –  Mehrheit unter den Ratsmitgliedern. Ein Tiefpunkt kommunaler Demokratie!
In 2019 werden die Planungen für einige größere wichtige Projekte fortgesetzt: Feuerwehr, Schule, Krippe, Sozialstation – wir brauchen Einrichtungen, in denen unter guten Bedingungen gearbeitet werden kann und deren Kosten der ökonomischen Kraft Zetels entsprechen –  vergessen dürfen wir nicht den Ausbau des Jugendzentrums, der vor einigen Jahren beschlossen wurde und immer noch auf seine Umsetzung wartet. Die Aufenthaltsqualität im „steps“ hängt auch vom Raumangebot ab.
Wir haben den Gremien in 2019 einen ersten Antrag vorgelegt: Wir wollen erreichen, dass Familien, die eine gebrauchte Wohnimmobilie kaufen, ebenso gefördert werden wie jene, die in gemeindeeigenen Neubaugebieten bauen. Das dient den Familien ebenso wie den älteren Quartieren, denen Belebung gut tut.
Auch in Sachen preiswerten Mietwohnungsbau muss es in Zetel in 2019 weiter gehen. Die Gemeinde kann sich nicht auf die geschaffene Immobilie Am Kamp ausruhen. Nicht jeder kann oder will im Eigenheim mit Garten wohnen.
In 2018 haben wir eine Radtour zu einem landwirtschaftlichen und einem touristischen Betrieb und uns von den InhaberInnen über ihre Arbeit Informieren lassen. Ebenso haben wir zu einer gut angenommenen Fahrt zur Gedenkstätte der Emsland-KZs in Esterwegen eingeladen, unserem lokal-und regionalgeschichtlichem Interesse folgend.

Zum Jahresausklang trafen wir uns mittlerweile traditionell im „Harms-Hus“ zu einem Reisebericht bei Tee und Stollen. Fortsetzung folgt!

Die Grünen treffen sich in regelmäßigen Abständen zu „Grüne & Umzu“ . Zu diesen für alle Interessierten öffentlichen Treffen wird  über die Presse und über www.gruene-fri.de informiert und eingeladen. Zeteler Bürgerinnnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mit zu diskutieren. Es darf! auch gerne „mehr“ daraus werden.

Als Erste*r diesen Beitrag teilen.

Schreibe einen Kommentar

16 + = 20